Mittwoch, 9. Juli 2014

Tag 57: Pausentag in Le Puy en Velay

Heute haben wir richtig ausgeschlafen und sind mittags zum Decathlon gelaufen, da wir ein paar Kleinigkeiten brauchten.
Meine Badehose hat zwar deutlich langer gehalten als die Wanderhose, ist aber auch schon seit einiger Zeit kaputt.
Auf dem Weg zum Outdoorgeschäft liefen wir durch einen sehr hübschen Park, in dem es einige Tiergehege gibt.
Ich brauchte zwei neue Hosen und hatte Glück: Die Hose, die mir am Besten passte, war mit 7,95€ auch noch die günstigste. Ich kaufte sie gleich zweimal und ab heute wird jeder denen, ich wechsle meine Hose nicht. Allerdings wird ab heute auch niemand mehr bemerken, wenn es tatsächlich so ist.
Wir kauften außerdem leichte Plastiklöffel und Gabel, denn die Göffel (Löffel mit Gabelzacken vorn) taugen nicht viel, es bleibt immer noch ganz schön was in dem auszulöffelnden Gefäß übrig. Auch wenn wir jetzt 1-2 Gramm mehr tragen, das ist es wert.
Ich kaufte mir einen zweiten Buff, da es in letzter Zeit so kalt ist, dass ich etwas mehr um meinen Hals brauche. Mein kaputtes aufblasbares Kissen wurde durch ein neues ersetzt und Johannes gönnte sich auch eines. Und ich kaufte mir eine leichte Kappe, den meinetwegen kann der heute heiße Sommer langsam kommen (ich klage lieber über Hitze).
Für den Rückweg nach Le Puy gönnten wir uns den Bus, denn wir hätten eine Stunde gebraucht, wollten aber noch etwas von der Stadt sehen.
Nachdem wir unsere Einkäufe ins Zelt gebracht und ein paar Minuten entspannt hatten, machten wir uns auf den Weg, die Kirche auf dem Berg zu besteigen.
268 Stufen stiegen wir bei schlechtem Wetter herauf und waren oben ganz schön erstaunt, wie klein die Kirche war. Die sah wirklich winzig aus, dabei wirkt sie vom Tal aus gesehen so groß.
Wir hatten einen tollen Überblick über die Stadt, nur in der Ferne konnte man nicht viel erkennen. Wir sahen, dass da wohl einige Berge sind, aber leider war das Wetter zu schlecht.
Nachdem wir die 268 Stufen wieder heruntergestiegen waren, kauften wie ein paar Postkarten und gingen dann zum Pilgercafé. Gestern wurde uns in der Kirche erzählt, dass sich hier die Pilger treffen, um sich kennenzulernen und Fragen zu stellen.
Wir waren gespannt, wie viele kommen würden, denn wir hatten gestern und heute schon viele Pilger entdeckt.
Wir bekamen neue Pilgerausweise, allerdings die Französischen- die sehen anders aus und sind etwas größer als unsere bisherigen.
Wir trafen heute Abend Pilger aus Frankreich, Kanada, China, den USA, Deutschland und Belgien. Wir bekamen reichlich Infomaterial und die Helfer versuchten jede Frage zu beantworten. Es war ein schön gestalteter Abend- schön, dass es solche engagierten Leute gibt, die das hier jeden Abend machen.
Und wir trafen Jean-Pierre, unseren Pilgerfreund, der einen Tag nach uns aus Taizé weitergelaufen ist. Das war eine besonders schöne Überraschung und wie verbrachten den Rest des Abends damit, unsere Erlebnisse der letzten Zeit auszutauschen.
Später brachte er uns noch zum Campingplatz und lief dann zurück zu seiner Herberge an der Kirche.
Wir werden uns morgen früh in der Pilgermesse wiedersehen.

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