Freitag, 4. Juli 2014

Tag 52: Pommiers en Forez - Montbrison

Heute morgen war die Welt nicht viel trockener als gestern und die ersten Kilometer liefen wir auch wieder im Regen. 
Im ersten Ort fand ich einen kleinen Vogel,  der beim Flugversuch wohl gescheitert war und geplättet in einer Einfahrt lag.  Ein Anwohner sagte,  er solle dort einfach bleiben und ich hoffe,  dass ihn keine Katze entdeckt hat.  
Die Bäckerei des Ortes war nicht nur besonders hübsch, man konnte dem Bäcker auch auf die Finger gucken,  da der Ofen mitten im Laden stand.  Auf einem Tisch stand ein richtiges Brot.  Das schaute ich begeistert (das sieht man ja nur selten in Frankreich) und geschockt (es hatte einen Kilopreis von 6 €) an. Die Verkäuferin sah es und schnitt mir eine Scheibe als Geschenk ab. Die teilten und genossen Johannes und ich an einem Picknicktisch vor der Kirche und aßen feierlich unser letztes Stückchen Butter dazu. 
Wir liefen heute wieder ein paar kleine Abkürzungen über die Landstraße,  denn wir hatten in einer Pause entschieden,  heute quasi eine Doppeletappe zu laufen,  da wir gern beim Aldi einkaufen wollten (die haben da u.A. sehr gute Kekse und günstige Nüsse) und morgen Sonntag ist. Also haben wir uns den Weg herausgesucht und sind etwas anders gelaufen.
In Montverdun steht ein Kloster auf einem Berg, aber sonst haben wir nicht viel gesehen.  Der Jakobsweg hat uns durch unspektakuläre Straßen geführt und wir landeten bald wieder auf der Landstraße. 
Als wir endlich am Ortseingang von Montbrison ankamen, mussten wir noch fast 4 km bis zum Campingplatz laufen.  Wir machten eine Pause am Supermarkt und aßen Eis, bevor wir in die Altstadt hochstiegen.
Wir sahen von unten drei Kreuze auf dem Berg, aber wir kamen nicht daran vorbei, als wir uns oben umsahen. Wir besuchten die Kirche,  in der heute eine Hochzeit stattgefunden haben muss; es lagen überall Konfettiherzen herum.
Es fing gerade wieder an zu regnen,  als wir die Kirche verließen,  also hielten wir uns nicht länger auf und liefen in Richtung Aldi.
Als wir alles hatten, was wir brauchten, liefen wir zum Campingplatz, der weiter weg war als wir dachten (zumindest fühlte es sich so an). Als wir ankamen war das Wetter zum Glück wieder besser und wir konnten nach einer schnellen Dusche in das Schwimmbad springen.  Dieses hatten wir zum Glück bald für uns allein,  weil es bei diesem wechselhaften Wetter niemanden ernsthaft ins Wasser zog.
Wir hatten uns im Supermarkt Salate, Trockenobst und Nachtisch gekauft und aßen unser kleines Festmahl vor dem Zelt, bevor wir müde ins Bett fielen.

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