Dienstag, 8. Juli 2014

Tag 56: St.Paulien - Le Puy en Velay

Wir haben wirklich sehr wenig geschlafen und das Haus um kurz vor 8 Uhr verlassen. Das Wetter war gewohnt schlecht und wir waren etwas traurig, einen so wichtigen Ort auf der Strecke bei miesem Wetter zu erleben.
Der Weg verlief durch die Natur und wir genossen die Ruhe vor dem Pilgersturm. Denn es scheint ab Le Puy spürbar voller zu werden. Wir wanderten über Hügel und vor einem kleinen Ort bestellte ich eine Katze zum streicheln. In Ort entdeckte ich dann das bestellte Tier und die kleine war richtig verschmust. So mag ich das.
Wir wanderten zum Nachbarort und damit zum letzten Örtchen vor Le Puy. Schon von Weitem sahen wir die prächtige Burg auf der Spitze des Berges thronen. Das sah zwar ganz großartig aus, aber wir mussten da hochlaufen und das machte den Berg gleich ziemlich unattraktiv.
Der Aufstieg war anstrengend, aber dennoch erstaunlich kurz und zum Glück regnete es gerade nicht, so dass wir nicht unter dem Poncho den Berg besteigen mussten.
Die Aussicht vom Ort aus war toll, auch wenn der Himmel sehr bewölkt war. Die Burg selbst haben wir uns nicht angeschaut, weil der Eintritt uns zu teuer war, aber wir sind trotzdem bis nach oben gelaufen und haben gepicknickt. Es war sehr kalt und windig und wir machten uns bald an die letzten Kilometer.
Wir liefen herab ins Tal und auf der anderen Seite des Berges wieder herauf und plötzlich endete die Markierung. Wir wussten nicht, wo wir langgehen sollen  liefen vermutlich falsch, fanden aber den Weg irgendwann auf dem Berg wieder.
Wir liefen eine steile Straße herunter und hinter einer Kurve lag plötzlich Le Puy vor uns.
Na ja, plötzlich wäre es gewesen, wenn wir nicht im Buch gelesen hätten, dass man es gleich sehen wird.
Dennoch, wie blickten in das Tal und sahen zwei Felsen, auf dem eine Kirche und eine Marienstatue thronten. Es sah schon mächtig imposant aus, vor allem als wir tiefer waren und an den Felsen hochblicken konnten.
Wir liefen zur Kathedrale und gingen in den integrierten Pilgerempfangsbereich. Dieser entpuppte sich als großer Raum mit sehr vielen Andenken. Viele Figuren, Ketten, Armbänder, Karten und Bücher gab es hier zu kaufen. Wir nahmen uns den "Miam Miam Dodo", den neuen Führer und holten uns den Stempel ab.
Danach liefen wir ein bisschen durch die Stadt und beschossen, einen Pausentag einzulegen. Wir haben die Zeit und diese Stadt scheint es wert zu sein.
Wir checkten im Campingplatz ein, gingen einkaufen und guckten abends das WM-Spiel der Niederlande gegen Argentinien.
Dass es in die Verlängerung ging und dann noch zum Elfmeterschießen kam, war uns egal, weil wir morgen ausschlafen können.

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