Donnerstag, 2. Juli 2015

Tag 8: Salceda- Monte do Gozo

Heute morgen haben wir verschlafen. Um 8.15 Uhr wachte ich auf, blickte auf die Uhr, schreckte hoch und in dem Moment kam der Hospitalero rein und scheuchte uns auf.
Wir packten in Windeseile, alle noch etwas irritiert davon, nicht aufgewacht zu sein.
Als wir aufbrachen war das Wetter mäßig. Toll, in Deutschland ist die große Hitzewelle und wir laufen morgens im Pulli los.
Immerhin regnete es nicht und das Wetter besserte sich auch schnell.
Der Weg war angenehm leer und wir wanderten die ersten Kilometer gemütlich in Richtung Santiago.
Heute wollen wir bis zum Monte do Gozo laufen, damit wir abends zu den Pilgerfiguren gehen können.
Wir machten viele Pausen, blieben wo es uns gefiel und hatten den Weg fast für uns allein. Es ging viel bergauf, aber oft durch hübsche Wälder und Landschaften.
Wir streichelten eine ganz kleine Katze und hätten sie am Liebsten eingepackt.
Wir kamen am Nachmittag am Monte do Gozo an, machten es uns in der Bar gemütlich und aßen etwas, bevor wir uns im Miniladen der Bar noch etwas zu knabbern und zu trinken kauften und zur Herberge liefen.
In der Herberge bekamen wir ein eigenes Zimmer für uns und es kam auch im Laufe des Abends niemand mehr hinzu.
Nach einer kleinen Siesta und einer Dusche liefen wir zu den beiden Pilgerfiguren in der Nähe der Herberge. Dass die beiden hier stehen, wo man einen guten Blick auf Santiago und die Kathedrale hat, scheint sich immer noch nicht besonders herumgesprochen zu haben und so waren wir die gesamte Zeit allein.
Besonders froh bin ich, dass die große Gruppe Jugendlicher dort nicht aufgeschlagen ist!
Nach einem Abstecher in die Bar (Essen und Internet) kamen wir gegen 22.30 Uhr wieder in die Herberge und hatten das Gefühl auf einem besonders großen Kindergeburtstag gelandet zu sein. Unzählige Jugendliche rannten umher, machten einen Krach als hätten sie das Haus für sich und machten bis in die Nacht hinein einen unglaublichen Krach.
Weit nach Mitternacht klopften wir mahnend gegen die Wand. Zurück kam eine geklopfte Antwort mit Lachen. Irgendwann schob ein Mädchen unsere Zimmertür auf, schaltete das Licht an und wieder aus, ging weg und ließ die Tür offen stehen.
Micha ist daraufhin rübergegangen und hat die Gruppe auf deutsch ausgeschimpft. Die Teenies haben zwar keines seiner Worte verstanden, aber danach haben wir keinen Mucks mehr gehört.
Also dann endlich gute Nacht.

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